In welchem Zusammenhang stehen Vertrauen und Innovation?

Vertrauen zählt neben Neugierde, Offenheit, Kreativität sowie Mut und Leistungswillen zu den zentralen Eigenschaften, die Innovation überhaupt erst möglich machen. Die Einführung und Etablierung von Innovationen sind immer mit Unsicherheiten verbunden. Einerseits ist der Innovationsprozess selbst ein Wagnis, anderseits birgt das Innovationsprodukt in seiner Umsetzung unbekannte Dimensionen. Die zentrale Grundlage für die Überwindung von Unsicherheiten ist Vertrauen, davon sind wir an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK) überzeugt.

Worauf gründet das Vertrauen, aus dem Innovationen an der PUK entstehen können?

Am Anfang steht das Vertrauen in sich selbst, in die persönlichen Fähigkeiten und Ressourcen. Gezielte Laufbahnplanungen und Förderprogramme befähigen Mitarbeitende an der PUK dazu, sich neuen Aufgaben zu stellen und sich das dafür erforderliche Wissen und Können anzueignen. Ein weiterer Aspekt ist das Vertrauen in andere, in deren Know-how und Verlässlichkeit. Um dieses zu fördern, sind Begegnungsorte für Mitarbeitende bzw. Projektpartnerinnen und -partner besonders wichtig. Mit interprofessionellen Weiterbildungen oder gemeinsamen Anlässen unterstützt die PUK den aktiven Austausch und damit die nachhaltige Bildung von gegenseitigem Vertrauen. 

Ein ebenfalls tragendes Element auf dem Weg zur Innovation ist das Vertrauen in die Institution selbst. Die Mitarbeitenden müssen von der Wichtigkeit und dem Nutzen der Innovation für die PUK überzeugt sein und sich damit identifizieren können. Ein kontinuierliches Qualitäts- und Verbesserungsmanagement sowie eine glaubwürdige Kommunikation unterstützt und fördert das Vertrauen in die Institution. 

Wie kann das Vertrauen in sich selbst und andere während Innovationsprozessen wachsen?

Alle an einem Innovationsprozess beteiligten Personen müssen Commitment zum Innovationsbedarf, der Zusammenarbeit und dem gemeinsamen Vorgehen zeigen. Transparenz, Ehrlichkeit und Verbindlichkeit sind zentrale Voraussetzungen, damit Vertrauen wachsen und die Grundlage für eine innovationsfreundliche Kultur, wie sie an der PUK gelebt wird, gegeben sein kann.

Kann Fehler machen Vertrauen stärken? 

All die Unsicherheiten, die mit Innovationen verbunden sind, machen eine Erweiterung des Vertrauensbegriffs nötig. Die PUK lebt eine positive Fehlerkultur. Das bedeutet, dass Fehler systematisch erfasst, reflektiert (CIRS) und als wichtige Grundlage für Lern- und Entwicklungsprozesse angesehen werden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fliessen in die weitere Arbeit ein und stärken so das Vertrauen, das Richtige zu tun. Vertrauen ist letztlich der sichere Boden, auf dem Wagnisse eingegangen, aus Fehlern gelernt und mit Irrtümern positiv umgegangen werden kann.